Wie man mit einer Anakonda kämpft

Madarejúwas Großvater Mohã hat die Begegnung überlebt

„In meiner Familie gibt es nur einen Mann, der eine Begegnung mit einer Anakonda überlebt hat. Mein Urgroßvater Mohã erzählt seine Geschichte häufig. Auch andere Mitglieder meines Volkes haben schon mit Riesenschlangen gekämpft, aber das waren nur Sucuri, die sind dünn und werden vielleicht 25 Meter lang. Ab drei Meter Länge können Riesenschlangen einen Menschen töten. Sie umschlingen ein Bein und ziehen ihn unter Wasser, oft hunderte Meter weit bis zu ihrem Loch. Sucuris haben Muskeln überall, sie krümmen sich und strecken sich, können weich und geschmeidig werden, aber auch ganz hart.

Eine Anakonda ist kürzer und dicker als eine Sucuri, ein fettes Viech, viel gefährlicher. Ihr Kopf ist so dick wie ein Dieselfass, sie verschluckt ihre Beute mit einem Biss. An Land und im Wasser bewegt sie sich gleich schnell. Ja, da guckst du! Die Anakonda ist schneller als ein Mensch, sage ich dir viel schneller. Also lauf nicht los, wenn du eine Anakonda siehst. Anakondas klettern nicht auf Bäume. Dort oben hast du Zeit. Du kannst überlegen, wie du die Anakonda töten willst.

Du darfst keine Pfeile benutzen, die prallen bloß ab von ihrer dicken Lederhaut. Messerspitzen brechen, nein, du kannst eine Anakonda auch nicht erstechen.

Mein Urgroßvater hat damals die Anakonda gehört, bevor er sie sah. Fiiii-fiiii! Es klang wie der Lockruf eines anta, eines Tapirs. Wir Tenharim kennen die Sprache der anta gut, und hier war etwas falsch. Die Anakonda ist ein verlogenes Tier. Sie macht die Rufe der Tapire nach. Einige sagen, sie kann auch grunzen, damit die Schweinchen glauben, ein Verwandter sitzt im Wald.

Mein Urgroßvater Mohã lief weg, und die Anakonda kam hinterher. Er fiel auf den Boden, und die Anakonda schlitterte um ihn herum, um ihn einzufangen. Er flüchtete sich auf einen Steinhaufen und kletterte auf einen Baum, wo die Affen saßen. Den ganzen Tag lang hat er oben gesessen, zusammen mit den Affen. Unsere Familie machte sich große Sorgen.

In meiner Familie gibt es nur einen Mann, der eine Begegnung mit einer Anakonda überlebt hat. Mein Urgroßvater Mohã erzählt seine Geschichte häufig. Eine Anakonda ist kürzer und dicker als eine Sucuri, ein fettes Viech, viel gefährlicher. Ihr Kopf ist so dick wie ein Dieselfass, sie verschluckt ihre Beute mit einem Biss. An Land und im Wasser bewegt sie sich gleich schnell. Ja, da guckst du! Die Anakonda ist schneller als ein Mensch, sage ich dir viel schneller. Also lauf nicht los, wenn du eine Anakonda siehst. Anakondas klettern nicht auf Bäume. Dort oben hast du Zeit. Du kannst überlegen, wie du die Anakonda töten willst.

Du darfst keine Pfeile benutzen, die prallen bloß ab von ihrer dicken Lederhaut. Messerspitzen brechen, nein, du kannst eine Anakonda auch nicht erstechen.

Mein Urgroßvater hat damals die Anakonda gehört, bevor er sie sah. Fiiii-fiiii! Es klang wie der Lockruf eines anta, eines Tapirs. Wir Tenharim kennen die Sprache der anta gut, und hier war etwas falsch. Die Anakonda ist ein verlogenes Tier. Sie macht die Rufe der Tapire nach. Einige sagen, sie kann auch grunzen, damit die Schweinchen glauben, ein Verwandter sitzt im Wald.

Mein Urgroßvater Mohã lief weg, und die Anakonda kam hinterher. Er fiel auf den Boden, und die Anakonda schlitterte um ihn herum, um ihn einzufangen. Er flüchtete sich auf einen Steinhaufen und kletterte auf einen Baum, wo die Affen saßen. Den ganzen Tag lang hat er oben gesessen, zusammen mit den Affen. Unsere Familie machte sich große Sorgen.

Madarejúwa Tenharim erzählt seine Geschichte weiter

Weißt du, wie mein Urgroßvater überlebte? Weil irgendwann die Adler kamen. Wenn Adler in der Nähe sind, ergreifen Anakondas die Flucht. Vor denen haben sie Angst. Verrückt, oder? Die Vögel sind die besten Jäger des Waldes, wie haben hier Falken und Sperber und Adler, große kräftige Jäger, die hoch über den Bäumen fliegen, und denen nichts entgeht. Ein Adler kann aber gar nichts ausrichten bei einer Anakonda. Adler picken manchmal frisch geschlüpfte Schlangenbabys auf, aber einer ausgewachsenen Anakonda tun sie nichts. Trotzdem hat sie ihr Leben lang Angst vor den Adlern.

Mein Urgroßvater Mohã hat das so erlebt. Jetzt erzählt er davon bei allen Festen. Wie oft habe ich diese Geschichte schon gehör! Wir Tenharim lernen als Kinder, was man tun muss, wenn man eine Anakonda sieht. Nie mehr wird eine Anakonda einen Tenharim-Jäger täuschen.“

Madarejúwa Tenharim