Der Segen des Iguaí

Morgen ist der offizielle Erscheinungstag. Der „Letzte Herr des Waldes“ kommt in den Buchhandel  und wird bei der Leipziger Buchmesse anzuschauen sein (Verlag und Autor stellen das Buch dort vor).

Ich habe die Tenharim gefragt, was sie sich von der Veröffentlichung erhoffen. Verbinden Sie bestimmte Erwartungen damit? Glauben sie, dass Leser aus Deutschland von ihrem untergehenden Stück Wald hören werden und irgendwelche Wege finden, um ihnen zu helfen?

Ich habe Kopfschütteln geerntet, von den Häuptlingen, Ältesten und auch von meinem Koautoren Madarejúwa. Die Tenharim sind stolz. Auf solche Hilfe seien sie nicht angewiesen, bedeuteten sie mir. „Ich hoffe, dass die Menschen unser Volk und seine Geschichte besser kennen lernen“, sagte Madarejúwa. „Sie sollen verstehen, dass wir eine lange Geschichte und eine lange Tradition haben. Wir beschützen den Amazonaswald, und deswegen geraten wir in Konflikte mit anderen. Das sollen die Leute wissen.“

Iguaí, einer der ältesten Einwohner im Marmelosdorf, hat das Buch anschließend gesegnet. Er spielte auf der Flöte und wünschte (in der Stammessprache der Kagwahiva-Indianer) alles Gute für das Buch und für seine Leser im fernen Deutschland.

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https://youtu.be/YKmj02nc8Nk