Sie sind Krieger

Häuptlingssohn Ilton Tenharim errichtet eine Straßensperre

‚Die Alten erinnern sich noch an den letzten großen Krieg. Sie haben diese Zeit erlebt, sie waren Kinder und junge Männer, als die Tenharim das Volk der Jiahui besiegten. Wir haben die Jiahui überrascht und ihren Anführer und Schamanen getötet. Die Jiahui sind in die Wälder geflohen und wurden viele Jahre lang nicht mehr gesehen. Doch wir reden nicht gerne über den Krieg. Topeí sagt, es ist eine delikate Angelegenheit. Trotzdem will er dir ein paar Dinge erklären.

Das Training für den Krieg ist am Anfang das gleiche wie für die Jagd. Ein Tenharim lernt, wie man sich im Wald bewegt. Unsere Väter und Großväter machen es vor, die Kinder schauen zu und machen dann alles nach. Wer ein guter Jäger ist, weiß schon viel über den Krieg. Danach kommt ein Training, das anders ist. Man soll nicht zu früh damit beginnen, die Häuptlinge bestimmen den Moment. Sie sagen, ein kräftiger Junge, der zu früh den Weg der Waffen erlernt, wird leicht von ihnen verführt. Doch alle lernen über den Krieg, und viele werden Krieger, so ist unsere Kultur. Wir müssen vorbereitet, sein, damit unser Volk nie ungeschützt vor seinen Feinden bleibt.

Eine Gruppe junger Tenharim-Krieger fährt auf einem Lastwagen ins Heimatdorf

Ein Tenharim-Krieger lernt, wie er sich lautlos anschleichen kann. Er kennt die Geheimnisse der Kriegsbemalung, die ihn unsichtbar macht und ihm Kräfte verleiht. Er weiß, wo seine Gegner sind, wie sie sich aufstellen werden und wann er den Angriff starten soll. Wenn ein Tenharim-Krieger seinen Angriff beginnt, hört er nicht wieder auf.‘

Madarejúwa Tenharim